Regenwasser im Garten

Zoom: Regenwasser im Garten

Gerade im Garten steht die Regenwassernutzung an erster Stelle. Weiches Regenwasser lässt Pflanzen optimal wachsen. Teures, zumeist kalkhaltiges Trinkwasser ist für den Garten weniger gut.


Aus der Sicht eines Bewässerungstechnikers benötigt im Sommer ein Quadratmeter Rasen in der Woche 25 Liter Wasser (die Zahl stammt aus der Sportplatzbewässerung), d.h., wenn ich nur eine Fläche von 150 Quadratmeter Rasen bewässern wollte, benötigt man im Schnitt 3,75 m³ Wasser in der Woche. Für den Garten kann man gar nicht genug Wasser haben. Ein Viereckregner verbraucht in 1 Stunde ca. 1 m³ Wasser. Wer einen grossen Garten hat, weiss, wie oft man den Regner umstellt und dass dieser manchmal den halben Tag läuft, um das für die Pflanzen so wichtige Nass auszubringen.

Gartenbewässerung

Tropfbewässerung

Eine Tropfbewässerung spart im Vergleich zu einer herkömmlichen Bewässerung bis zu 50% Wasser ein. Grund ist die punktuelle Ausbringung. Das Wasser hat nicht genügend Oberfläche, um über die Verdunstung zu entweichen. Je nach Bodenart breitet sich die Feuchtigkeit möhren- oder zwiebelförmig unterhalb der Erdoberfläche aus und versorgt die Pflanze optimal mit Wasser. Seit ein paar Jahren kann man ein Recyclingprodukt aus alten Gummireifen im Gartenfachhandel erwerben, sogenannte Schwitzschläuche, die über offene Poren nach und nach Wasser abgeben (5l pro lfdm) und als Niederdrucksystem (0,5 bar) ohne große Pumptechnik einzusetzen sind.

Ebenso hat der Giesszeitpunkt Einfluss auf den Verbrauch: Giessen Sie am besten in den frühen Morgenstunden, ohne Sonneneinstrahlung. Hier können noch mal bis zu 30% Wasser im Vergleich zur „Tagesbewässerung“ eingespart werden. Und wer nicht so früh aufstehen möchte, lässt sich von einem Bewässerungscomputer helfen.

Die frühen Morgenstunden sind für die Bewässerung besser als spät am Abend. Hierbei ist die Gefahr von Pilzinfektionen geringer, die eventuell bei den Pflanzen auftreten könnten.